Liebe Blogbesucher! Es hat sich einiges getan in den letzten 2 Monaten-nicht so viel auf meinem Blog, doch umsomehr in meinem Leben! Leider kam ich noch nicht dazu, meinen Blog wieder aufzufrischen und euch Updates zu geben. Wichtigste Information erst einmal vorab: Ich bin zurück in Deutschland! Aber vorerst erzähl ich, was vereinzelt noch so geschehen ist. Wie ihr ja wisst, war ich ja im Juni schon einmal unterwegs, und bin 2 Wochen durch Zentralamerika gereist. Im August habe ich dann noch den Rest meiner Ferien in Anspruch angenommen und dachte mir, da ich ja schon ein Jahr in Kolumbien bin, wäre es doch angebracht, auch mehr von diesem Land zu sehen. Also bin ich nach Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens gereist! Bogotá ist immens! Also ich im Juni nach Panama flog, war ich schon beeindruckt wie lange man flog und immer noch diese Metropole sehen konnte. Ich war zu Gast bei einer Familie, die sich sehr gut um mich gekümmert haben und mir ihre Stadt zeigten. Die Stadt gefällt mir super, einziges Minus: nach einem Jahr Karibik und ständig hohen Temperaturen kommt einem die Kälte Bogotás extrem unangenehm vor. Dennoch wurde es noch eine schöne Auszeit bevor es zum letzten Mal wieder zum Arbeiten und danach ins ernste Leben nach Deutschland ging. Eine witzige Begebenheit möchte ich hier noch erzählen. Als ich so bei einer Sightseeing Tour mit einem Freund unterwegs war, dachte ich mir noch so insgeheim, wie lustig es wäre, genau hier in Bogotá zufällig jemanden zu treffen um die These, dass die Erde ein Dorf sei, noch einmal zu untermauern. Dazu muss ich noch anmerken, dass Bogotá mit 7 Millionen Einwohnern im Stadtgebiet, nicht gerade der typische Ort ist, um als Ausländer zufällig irgendeinem Bekannten über den Weg zu laufen. Ok, also pack ich am Plaza Bolívar meine Kamera aus und da kommt so ein Junge und stellt sich direkt vor mir und ich denke mir: Ja was soll denn das jetzt, das ist doch nicht wi….in dem Moment sehe ich wer dieser ach so lustige Mensch ist und mir fällt beinahe die Kinnlade runter, als ich sehe, dass es ein Freund aus Cartagena ist. Ja, Wunder geschehen noch heute! Mit ihm haben wir dann auch noch was ausgemacht und haben uns zum Kaffeetrinken in Bogotá getroffen. Dann ging es aber auch wieder zurück nach Cartagena wo ich die letzten Tage meiner Ferien mit meinen Freunden aus der Umgebung verbrachte-eine endlos geniale Zeit. Dann ging es noch ein mal für ein paar Tage auf die Insel, wo zum Schluss noch Abschied genommen wurde. Das habe ich unter Zeitdruck gemacht und leider nicht mehr alle Freunde angetroffen. Das ist zwar schade, aber Abschiednehmen gehört nicht so zu meinen Lieblingsdisziplinen. Das gleiche Prozedere fand dann noch in Cartagena statt. Doch damit es auch schön im Kopf bleibt, fehlte es auch nicht an einer besonderen Situation ca. 1 Woche vor der Abreise. Ich stieg im Zentrum in einen Bus am frühen Nachmittag. Ich nahm einen Sitzplatz hinten ein, direkt an der Tür, damit mir die frische Luft gegen die Hitze hülfe. Nun, leider saß weit und breit sonst keiner mehr und nach ein paar Minuten stieg ein junger Mann ein, der mich anschaute und sofort ansprachm woher ich denn sei. Gleich setzte er ein:“ Brauchst keine Angst haben, ich mache dir nichts!“ hinten dran. Da bemerkte ich auch schon, wie sein Auge verdächtig meinen Ipod un mein Handy (welche ich beide zu der Zeit in der Hand hielt) beobachtete. In dem Moment sagt er mir, dass er keine Probleme haben wolle und holt unter seinem Hemd eine Pistole hervor. Schon greift er nach meinem Ipod, doch reflexartig griff ich hinterher und holte ihn mir zurück und sagte nur: DEN IPOD NICHT! Das verdutzte ihn ziemlich und ich fing an auf ihn einzureden, von wegen ich helfe seinem Land und so. Doch das interessierte ihn nicht, doch am Ende ging alles glimpflich aus, er bekam etwas Geld und sprang aus dem Bus. Ich bin Gott echt dankbar für den Schutz! Ich hatte nämlich nicht wenig Geld dabei, 2 Kameras und Bankkarten. Das hätte auch anders ausgehen können, vor allem der Waffe wegen. Aber Gott sei dank, ist alles gut ausgegangen. Nun, am 15. September ging es dann nach 12 Monaten Aufenthalt zurück nach Deutschland. Nach einem gar nicht so anstrengendem Flug wurde ich von meiner Familie in Empfang genommen. So richtig freuen konnte ich mich in dem Moment noch nicht und das tat mir ziemlich Leid. Aber es ist viel auf einmal. Ich hatte die nächste Woche noch einen dicken Jetlag und selbst jetzt weiss ich noch nicht genau, ob ich so richtig angekommen bin. Aber das wird schon. Ich fange jetzt mein Digital Media Studium in Dieburg an und damit bahnt sich etwas ganz neues in meinem Leben an! Aber natürlich will ich Kolumbien nicht vergessen. Es bleibt ein Teil von mir und ich hoffe so bald wie möglich zurückgehen zu können, ob für längere Zeit oder nicht, wird sich zeigen! Das Jahr in Kolumbien war einzigartig für mich. Erlebnisse, die ich mir niemals erträumt hätte, Freundschaften, die ich mir nie vorgestellt hätte, Erfahrungen und Erlerntes fürs Leben. Es ist wie ein Traum, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob das nun in der Realität geschehen ist, oder ob es Produkt meiner Fantasie war. Ich bin einfach unendlich dankbar!